Als erfahrene Mentorin unterstütze ich dieses Förderprogramm des „Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg – Competentia - seit vielen Jahren. Sollten Sie die Kriterien für eine Teilnahme an diesem Förderprogramm nicht erfüllen, unterstütze ich Sie gerne außerhalb dieses Programms.
Mentoring ist ein zeitgemäßes Format zur Personal- und Persönlichkeitsentwicklung. Gutes Mentoring ist ein strukturierter, vertrauensvoller und vertraulicher Austausch auf Augenhöhe zwischen der
Mentor*in, einer erfahrenen Führungskraft, und der/dem Mentee. Dabei werden Gedanken und Potenziale entwickelt und verfertigt, mit allen Facetten und vor allem immer mit dem Blick in die Zukunft.
Das Kompetenzzentrum greift dieses Format auf und bietet es seit Jahren speziell für Frauen aus mittelständischen Unternehmen und Organisationen an, die sich mit dem Gedanken tragen, Führungskraft zu werden oder als solche bereits erste Erfahrung gesammelt haben. Den Mentorenpool bilden Frauen und Männer. Der Förderjahrgang 2025 hatte gerade „Bergfest“, www.kompetenzzentrum-frau-beruf.de
Mich hat das Konzept von M4W von Anfang an überzeugt. Ich hatte selbst in meiner beruflichen Entwicklung von Mentoren profitiert. Diese positive Erfahrung mit einer hierarchiefreien Art des
Dialogs, mit individuellen Inhalten, die kein Seminar vermitteln kann, möchte ich weitergeben. Mich erfüllt es mit Zufriedenheit und Freude, wenn ich das Gefühl habe und vor allem von der Mentee
vermittelt bekomme, dass sie die Gespräche weiterbringen und stärken.
Als Mentorin höre ich vor allem aktiv zu, gebe Denkanstöße, Impulse, reflektiere Alltagssituationen der Mentee, gebe Feedback und stelle Fragen, manchmal auch unbequeme. Ich lasse die Mentee an
meinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben, nicht als Vorgabe, als Angebot und so können wir dann darüber sprechen, ob und wie sie diese für sich nutzen kann, lösungs- und vor allem
zukunftsorientiert.
Bei jedem Mentoring lerne auch ich als Mentorin, bessere Fragen zu stellen, eine bessere Sparringspartnerin zu sein, meine eigenen Erfahrungen und mein Wissen zu reflektieren und zu erweitern
anhand dessen, was mir die Mentee anvertraut.
Beim Mentoring kann es um die Karriereplanung gehen, doch liegt der Gesprächsbedarf nicht immer bei „höher/schneller/weiter“. Vielmehr geht es oft um die eigene Standortbestimmung z. B. an einem
Wendepunkt wie Führung oder doch besser Fachorientierung, Wechsel der Stelle oder gar des Arbeitgebers, Unternehmensnachfolge – ist es das Richtige? Folge ich den richtigen Zielen? Aber auch
Themen des beruflichen Alltages sind wichtig, wie Wertschätzung und Respekt, Kommunikation, Zusammenarbeit, Zeitmanagement und Work-Life-Balance. Da geht es manchmal auch um Privates.
Aus meiner Sicht ist ein Erfolgsgeheimnis von M4W dass es ein externes Mentoring ist. Es baut sich leichter eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen auf, weil Mentor*in und Mentee nicht den
Bezugsrahmen durch einen gemeinsamen Arbeitgeber haben, beide haben einen völlig unvoreingenommenen Blick, kein Hintergrundwissen, dass der Unbefangenheit im Wege stehen könnte.
Bin ich als Mentor*in nicht eigentlich Coach? Im Ziel sind sich beide Formate, Mentoring und Coaching ähnlich, es geht um die Einschätzung und Entwicklung persönlicher Kompetenzen. Die
methodischen Ansätze sind unterschiedlich. Coaching zielt auf eine messbare Veränderung persönlicher Verhaltens- und Handlungsmuster ab. Der Coach unterstützt unabhängig von der eigenen
beruflichen Erfahrung. Er/Sie trägt wesentlich die Verantwortung für die Erfüllung des Auftrages. Anders im Mentoring. Der/dem Mentee bleibt immer die Freiheit der Entscheidung, welche Inhalte in
welcher Tiefe besprochen werden. Bei ihm/ihr liegen Initiative und Verantwortung, das Erwartete zu bekommen.
